<br />
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	<title>Reiseerlebnisse und Dokumentarfotografie &#187; report</title>
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		<title>Puyehue volcano (Chile) : Einige Informationen</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 15:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ritchy</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Chile]]></category>
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		<description><![CDATA[Puyehue volcano (Chile) : watch the 2-week eruption from outer space.
Hier ist eine Karte auf der alle aktiven Vulkane in Chile verzeichnet sind.
Diese Seite ist vom servicio nacional de geologica y minera, vielleicht ein wenig kompliziert aber auch informativ.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://earthquake-report.com/2011/06/19/series-of-moderate-earthquakes-in-chile-argintina-lake-district-may-set-off-the-eruption-of-puyehue-cordon-caulle-volcanoes/">Puyehue volcano (Chile) : watch the 2-week eruption from outer space</a>.</p>
<p>Hier ist eine Karte auf der alle <a title="Karte mit allen aktiven Vulkanen Chiles" href="http://www2.sernageomin.cl/ovdas/ovdas7/volcanes_activos845.gif" target="_blank">aktiven Vulkane in Chile</a> verzeichnet sind.</p>
<p>Diese Seite ist vom <a title="Seite über die seismische Aktivität in Chile" href="http://www2.sernageomin.cl/ovdas/ovdas7/ovdas66.php?qmn=3" target="_blank">servicio nacional de geologica y minera</a>, vielleicht ein wenig kompliziert aber auch informativ.</p>
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		<title>Schön, Schafe,  Neuseeland!</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 03:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ritchy</dc:creator>
				<category><![CDATA[New Zealand]]></category>
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		<description><![CDATA[Um das bisher gesehene und erlebte in Worte zu fassen muss ich erst mal tief Luft holen und mir die frische Meeresprise am Gaumen zergehen lassen. Lecker, etwas salzig und an den meisten Stunden des Tages auch feucht, so abwechslungsreich wie selten ein Land zuvor. Gesegnet von den äusseren Umständen, wie dem Wetter sind wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um das bisher gesehene und erlebte in Worte zu fassen muss ich erst mal tief Luft holen und mir die frische Meeresprise am Gaumen zergehen lassen. Lecker, etwas salzig und an den meisten Stunden des Tages auch feucht, so abwechslungsreich wie selten ein Land zuvor. Gesegnet von den äusseren Umständen, wie dem Wetter sind wir bisher auf alle Fälle. Das einzige was uns fehlt sind vielleicht ein bis zwei Stunden mehr Tageslicht. Das Auto läuft bis dato wie geschmiert, unsere Schlafsäcke haben sich schon ein paar mal bezahlt gemacht und die fehlende Dusche kann man sich einfach wegdenken. In diesem Moment sitzen wir in einem gemütlichen Städtchen namens Owaka, der einzige Ort mit Internet Access in der Gegend. Die Gegend heisst Catlins und ist gespickt mit kleinen feinen Buchten aus weissem Sand, in denen sich Gelbaugenpinguine und Seelöwen tummeln. An die Seelöwen kommt man in dieser Jahreszeit bis zu 3 Meter heran und wenn sie nicht gerade faul in der Gegend liegen sind sie wohl zum Fressen im Pazifik unterwegs. Die Pinguine wiederum sind nicht so einfach zu sehn denn sie gehen nicht an den Strand wenn Menschen sich dort zeigen, deswegen gibt es immer wieder kleine Beobachtungshäuschen an den Stränden. Diese sind aber dafür etwas wetterfester als der Strand selber. Kleidungstechnisch sollte man schon 2-3 Schichten und was Windfestes tragen, aber deswegen haben wir ja auch eine so lange <a title="Packliste für die Weltreise" href="http://www.mundomania.eu/rtw/?page_id=37" target="_blank">Packliste</a>. Tagsüber hat es dann aber schon mal an die 25 Grad, allerdings nur kurz, denn meist geht die Sonne auf der Südinsel gegen 18:00 Uhr unter. Also wie geneigter Leser schon erkennen kann sind die Tag sehr kurz gehalten und am 1. Juni fängt offiziell der Winter an. Kälter wird es aber nur im westlichen Teil der Insel.  Für alle die es interessiert hier der <a title="neuseeland landkarte" href="http://www.mundomania.eu/neuseeland/7neuseeland.htm" target="_blank">Weg zu google maps</a>.. Wir befinden uns südlich von Christchurch und fahren dann der Küste entlang zum Milford Sound. Was unser persönliches Wohlbefinden betrifft so ist soweit alles gut ausser das ich mir den Kopf angestossen hab (ja der Eingang zum Auto ist ein wenig nieder), was in ein wenig Kopfweh ausartete, jetzt aber wieder vorbeigeht. Sonst üben wir an einem koordinierten Tagesablauf zu arbeiten,  damit uns die 10 m² Auto nicht allzu eng erscheinen und wandern in den Dünen herum.</p>
<p>Wunderbar, wanderbar dieses Neuseeland!</p>

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		<title>Pachmarhi, eine Oase der Ruhe</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 09:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ritchy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer wirklich seine Ruhe haben will ist in Pachmarhi schon perfekt aufgehoben. Der Ort mit seinen
vielleicht 5000 Einwohnern ist das perfekte Rückzugsgebiet für Touristen, die einfach nur
entspannen und vielleicht ein bisschen Spazieren gehen wollen. Von wirklich anstrengenden
Wanderungen entlang der Schluchten bis rudern auf einem kleinen See kann man hier einiges
unternehmen. Richtig hektisch wird es hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer wirklich seine Ruhe haben will ist in Pachmarhi schon perfekt aufgehoben. Der Ort mit seinen<br />
vielleicht 5000 Einwohnern ist das perfekte Rückzugsgebiet für Touristen, die einfach nur<br />
entspannen und vielleicht ein bisschen Spazieren gehen wollen. Von wirklich anstrengenden<br />
Wanderungen entlang der Schluchten bis rudern auf einem kleinen See kann man hier einiges<br />
unternehmen. Richtig hektisch wird es hier nur einmal jährlich wenn die Pilger zu tausenden auf<br />
einem dem Shiva geweihten Tempel drängen. Da werden offenbar tausende Dreizacke auf den Berg<br />
hochgeschleppt um sie dann dort rituell zu opfern. Der Choragarh Tempel, liegt eindrucksvoll, auf<br />
einem Felsen erbaut inmitten des Urwaldes. Der Aufstieg über die angeblich 2000 Treppen lohnt<br />
einzig und allein schon wegen der grandiosen Aussicht. Gegen Abend ist hier der Grossteil der<br />
Touristen, vornehmlich Inder, schon wieder im Ort um sich zu erfrischen und in einem der<br />
Zahlreichen Restaurants ihr Abendbrot ein zu nehmen. Also vor 15:00 sollte man sich nicht auf den<br />
Weg machen. Der Aufstieg dauert aber keine Stunde, für geübte Geher. Man soll den Menschen hier<br />
nicht immer alles glauben, denn die Infos waren alle zwischen 2-3 Stunden. Wenn man aber<br />
bedenkt wie es die Menschen hier mit dem zu Fuss gehen halten dann würden mich diese Aussagen<br />
auch nicht weiter verwundern. Ein kleiner Nachteil ist, das man sich meist einen Jeep mieten muss<br />
der einen, zu den meist 10 Kilometer entfernten Startplätzen bringt. Das kann schon wieder einige<br />
Probleme mit sich bringen. Ein vorher festgesetzter Preis wird plötzlich um 20 Rupies oder mehr<br />
angehoben weil der Fahrer dann wieder sein eigenes Ding am Laufen hat. Im Schnitt zahlt man<br />
schon so 600 Rs oder mehr wenn man einen der Ausgangspunkte erreichen will. Fahrräder, könnte<br />
man sich auch ausborgen, das kostet für den Tag so 30 Rs aber bei den Bedingungen kommen nur<br />
sehr sehr geübte Radler auf den alten klapprigen Drahteseln irgendwohin. Ein richtiges<br />
Mountainbike wäre an dieser Stelle schon von Vorteil. Ich könnte mir vorstellen, wenn man hier<br />
eines hätte, einige sehr schöne Touren unternehmen zu können.<br />
Die alten Kolonialbauten haben eher noch den Charakter von Ruinen, ein Friedhof und eine sehr gut<br />
erhaltene protestantische Kirche sind die wohl einzigen stummen Zeugen der Kolonisation. Was an<br />
diesem Ort allerdings noch erhalten ist, ist eine gewisse militärische Infrastruktur. So gibt es eine<br />
eigenes Musikregiment, eine Art Adventure Truppe mit den zugehörigen Ausbildungsstätten und<br />
eine Sprachschule, an der offenbar Russisch. Arabisch und andere Sprachen gelehrt werden. Zu<br />
diesem Thema tut sich seit einem Abendessen in einem der vielen Straßenrestaurants, ein grosses<br />
Fragezeichen auf, trafen wir doch auf einen jungen Afghanen der hier bei der indischen Armee<br />
einen Kurs macht. Was genau das ist konnte er allerdings nicht sagen. Nachdem er nicht der einzige<br />
aus diesem Land hier war, würde ich gerne die Beziehung herausfinden in die diese Länder stehen<br />
und Leute ausbilden. Vor allem für welche Art der Zusammenarbeit. Auf jeden Fall sprach der junge<br />
Mann sehr gepflegtes Englisch und erklärte uns auch sehr stolz das die ausländischen Armeen<br />
Afghanistan endlich bald verlassen werden. Wir verließen den Essstand ebenso und gingen unseren<br />
Weg durch Pachmarhi.<br />
An diesem besagten Abend scheinen wir etwas zu scharfes gegessen zu haben, zumindest war es<br />
eines der vielen Dinge die uns dazu einfielen. Denn die nächsten 3 Tage sahen wir von unserer Hill<br />
Station nicht mehr sehr viel ausser, den Bananenverkäufer und das gegenüberliegende Geschäft<br />
welches uns Wasser, Schoko und Klopapier offerierte. Letzteres brauchten wir dann auch<br />
Rollenweise. Drei Tage ohne wirklich vor die Tür zu gehen, der Weg zum Klo war der wohl<br />
weiteste Spaziergang den Christina und ich gemacht haben. Am dritten Tag dann ging es uns etwas<br />
besser und besuchten dann einen Tempel der 2 Kilometer ausserhalb von Pachmarhi liegt. Die<br />
letzten Kräfte wurden mobilisiert und so dauerte dieser Spaziergang auch gleich mal 3 Stunden.<br />
So kam es das wir nicht viel von dem kleinen Ort gesehen haben und eigentlich unverrichteter<br />
Dinge die Reise nach Bhopal und Jaipur antreten mussten.<br />
So kauften wir uns für 230 Rs zwei Tickets von Pachmarhi über Hozangabad nach Bhopal. Die<br />
doch sehr aufregende Fahrt sollte 6 Stunden lang dauern. Pünktlich um 9:00 ging es los. Der uns<br />
schon bekannte Weg führte anfangs über die steile Strasse nach Piparyia. Unterwegs hielt unser<br />
Busfahrer mal kurz an einem der zahlreichen Tempel um beten zu gehen. Ich will mal hoffen das er<br />
um Glück für die Fahrt gebetet hat. Unser nicht ganz so richtig als verkehrstauglich einzustufendes<br />
Gefährt mit sehr glatzerten Reifen, schien mir nicht sehr sicher zu sein. Aber dir Hupe funktionierte<br />
perfekt. Nein, ich denke mal das unser Fahrer auch auf sein Leben steht und er deswegen sehr gut<br />
ankommen will. Unterwegs dann, in der Ebene, wo der der trockene Wald langsam zu Kulturland<br />
wurde, reihten sich goldfarbene Weizenfelder soweit das Auge reichte aneinander. Zwischendurch<br />
schlängelten sich breite Flussbette an denen Menschen badeten oder sich wuschen was von oben<br />
aus ein wenig schwer zu erkennen war. So hielten wir in kleinen, ließen Menschen ein und<br />
aussteigen, durch die Fenster reichten uns immer wieder Eisverkäufer ihr lecker aussehendes<br />
Gefrorenes. Andere kamen mit Wasser in kleinen Plastikbeuteln oder Samosas. Der Bus war<br />
eigentlich durchgehend bis auf den letzten Platz gefüllt, besonders eng wurde es, als wir die<br />
Insassen eines anderen, liegen gebliebenen Busses aufnahmen. Das merkte man auch gleich beim<br />
Fahren da plötzlich die Federung kaum oder gar nicht mehr funktionierte. Die sehr gut ausgebaute<br />
Strasse, es gab kaum Schlaglöcher, nur war sie meines erachtens nach zu wenig breit, schien schon<br />
für höhere Tempi geeignet zu sein. Allerdings sah man kaum private PKW`s sondern meist<br />
Motorräder und LKW´s die sehr überbeladen erscheinen. Einige male sah man Kühe mitten auf der<br />
Strasse stehen und keine Anstalten zu machen sich von dieser weg zu bewegen. Manchmal kann es<br />
da schon etwas eng werden. Alles in allem sah ich eher weniger oft gefährlich Szenen. So erreichten<br />
wir dann gegen 16:00 Uhr Bhopal und waren glücklich über die Umstände, das wir gut<br />
angekommen sind, unterwegs nie aufs Klo mussten und unseren Zug nach Jaipur pünktlich<br />
erreichen zu können. Dieser allerdings hatte dann 3 Stunden Verspätung, aber das ist eine andere<br />
Geschichte&#8230;.</p>
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		<title>Kurzer Auszug aus meinem Tagebuch</title>
		<link>http://www.mundomania.eu/rtw/2010/03/pachmarhi/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 09:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ritchy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Weltreise]]></category>
		<category><![CDATA[pachmarhi]]></category>
		<category><![CDATA[report]]></category>

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		<description><![CDATA[Ach mir fällt nix ein, ausser ein bisschen zu sudern. Das stört mich in diesem Fall sehr gewaltig.
Aber mit einer fetten Darmgrippe macht das Leben eben nicht soviel Spass. Wir haben uns die
letzten 2 Tage in Pachmarhi, einem kleinen Ort, so ca. 200 km oder 6 Busstunden von Bhopal
entfernt einquartiert. In diesem Moment würde ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Ach mir fällt nix ein, ausser ein bisschen zu sudern. Das stört mich in diesem Fall sehr gewaltig.<br />
Aber mit einer fetten Darmgrippe macht das Leben eben nicht soviel Spass. Wir haben uns die<br />
letzten 2 Tage in Pachmarhi, einem kleinen Ort, so ca. 200 km oder 6 Busstunden von Bhopal<br />
entfernt einquartiert. In diesem Moment würde ich eher sagen verbunkert weil eben diese Grippe in<br />
uns wohnt. Der Weg zum Klo ist schon der einzige „Auslauf“ den wir heute verbuchen können.<br />
Schade eigentlich weil wir uns auf die Trekkingtouren schon sehr gefreut haben. Eine Wanderung<br />
haben wir schon gemacht und ich war echt begeistert von der Herbstlandschaft, mit ihren kleinen<br />
Wasserläufen umgeben von steil aufragenden Felsen. Ich vermute wir sind wieder in einer Gegend<br />
an der es wohl einmal Vulkantätigkeiten gegeben hat. Einige der Felsformationen und das Gestein<br />
welches in die Schluchten ragt sprechen eher dafür. Würde gerne das Urteil eines Geologen hören.<br />
Es soll hier auch noch 1-3 Tiger geben, weshalb auch ein Nationalpark mit für Ausländer<br />
gesalzenen Preisen existiert. Die wollten für unseren Jeep doch glatt 1600 Rs dafür kassieren, das<br />
dieser uns zu den Parkplätzen der Ausgangspunkte bringen darf.<br />
So einigten wir uns mit einem der         <img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://www.mundomania.eu/rtw/wp-content/gallery/pachmarhi/pachmarhi-beefall.jpg" alt="pachmarhi-beefall" width="426" height="640" /><br />
englisch sprechenden Parkwächter<br />
darauf das wir nur einen Guide<br />
nehmen der 150 Rs kostet und<br />
unser Fahrer vor den Eingängen zu<br />
den jeweiligen Sehenswürdigkeiten<br />
wartet. Die Wege waren ja auch<br />
nicht wirklich weit. Anstrengender<br />
waren da schon die vielen Stufen,<br />
welche in die Schluchten hinab<br />
führten. So waren es allein 200 zum<br />
Bee Fall. Der Abstieg lohnte schon<br />
allein wegen der Höhe des im<br />
Moment zwar etwas eher seichten<br />
Gewässers. Unten in der Schlucht<br />
tummelten sich dann gut 100<br />
Menschen um sich unter dem<br />
eiskalten Wasser fotografieren zu<br />
lassen. Man konnte dort sogar für 2<br />
Rs Badekleidung in Form von TShirts<br />
und langen Hosen mieten.<br />
Frauen saßen in ihren Saris unter<br />
dem kühlenden Nass.<br />
Einige Verkaufsbuden luden zum<br />
verweilen ein, wobei ich den Chai<br />
für 10 Rs schon als Schnäppchen<br />
sah. Klar, ist ja auch ein<br />
Nationalpark. Der Aufstieg ging<br />
dann schneller als erwartet. Die 200<br />
Steps, natürlich nicht sehr<br />
gleichmäßig in den steinigen Boden<br />
gehauen, erwiesen sich als spannende Begleiterscheinung. Oben am Parkplatz dann lud uns ein<br />
selbst ernannter deutscher Tigerschützer auf den restlichen Kilometer ein um mit ihm in einem Jeep<br />
zu fahren. Diesen Mann haben wir unterwegs schon einmal getroffen und er erzählte uns eine<br />
aufregende Geschichte aus seinem Leben als Tigerfotograf. Diese Aufgabe bewältigt er nun schon<br />
seit einigen Jahren, ich denke seit 1991, hat er sich doch bis zum indischen Innenminister mit<br />
seinen Anliegen durchgeschlagen und sich angeblich einige Feinde hier gemacht. Wundern würde<br />
mich das nicht. Jeder ist abhängig von dem Geld, das die Regierung für das Project Tiger<br />
ausschüttet. Die Nationalparks ebenso wie ihre natürlich unterbezahlten Manager. So fließen Gelder<br />
der Regieung in die Taschen der Manager. Diese wiederum bekommen Geld dafür, dass man dann<br />
doch den einen oder anderen Tiger abschießen darf. Eine Kettenreaktion. Jeder möchte an diesen<br />
Tieren verdienen. So stellte der WWF fest, das die Zahl der in Indien lebenden Tiger kaum mehr als<br />
3000 betragen kann. Die meisten der Tiere werden angeblich von Chinesen „gekauft“, und gelangen<br />
in Einzelteilen meist über Tibet oder Nepal nach China wo es dann zum Beispiel Suppen aus<br />
Tigerhoden für 500 Dollar geben sollte. Auch das Blut und das Fell werden dort gerne gehandelt.<br />
Und ein Renner sind derzeit wohl Schmuckstücke aus den Knochen der selten gewordenen<br />
Großkatzen.<br />
Doch auch das Züchten und Auswildern der Tiere scheint keinen Erfolg zu bringen, denn die Tiger<br />
leben so weit von einader entfernt das sie sich nicht vermehren können. Wenn dann mal in einem<br />
Landstrich grössere Populationen auftreten werden sie dort sofort wieder zum Problem, da die<br />
Tiere dann Rinder, Ziegen oder andere domestizierte Tiere jagen. Das wiederum ruft dann die<br />
Bauern auf den Plan und schauen das sie ihr „Problem“ wieder loswerden. Vergleichbar ist das mit<br />
den Braunbären in unseren Breitengraden. Jeder mag sie, aber nicht in seiner Nähe.<br />
Zwar gibt es eine größere Anzahl an Wildhütern, doch dürfen diese laut indischer Verfassung keine<br />
Waffen tragen, womit der Kampf Wildhüter gegen Wilderer wohl ganz schnell entschieden sein<br />
dürfte. Ein entsprechender Antrag liegt aber bereits im Parlament auf. Die Chancen damit<br />
durchzukommen liegen allerdings nicht so gut.<br />
Wieder zurück von meiner kleinen Exkursion in Sachen Tiger bemühte sich unser Guide einen<br />
schönen Ausklang des Tages sicherzustellen. Zum Bootfahren hatten wir definitiv keine Lust mehr<br />
und so landeten wir auf einem der offiziellen sunset points. Auch nicht das gelbe vom Ei. Ein netter<br />
Garten und im Vorfeld einige Verkaufsbuden mit diversen Essen und Wasser. Wir wollten eigentlich<br />
nicht 1 Stunde oder mehr warten, und beschlossen daher ins Hotel zu fahren. Zum Zeitvertreib<br />
plauderten wir mit unserem zugegebenermaßen sehr engagiertem Führer ein bisschen und erfuhren<br />
das er mittlerweile 37 Jahre alt ist eine Frau mit 26 Lebensjahren und 3 Kinder hat. Wie so oft war<br />
es keine Liebeshochzeit, sondern ein Arrangement der Eltern. Ob er glücklich ist kann man schwer<br />
sagen. Auf alle Fälle ist er Stolz darauf nur 1 Tochter zu haben. Zwei Söhne scheinen ein Gewinn<br />
zu sein.<br />
Seine anderen 4 Brüder sind bis auf einen auch verheiratet. Das die Kinder haben versteht sich wohl<br />
von selbst. Als Guide im Nationalpark verdient der Mann in etwa 250 Rs am Tag. Was<br />
vergleichsweise viel ist, im Gegensatz zu seiner Arbeit als gelernter Elektriker. Allerdings muss er<br />
den Lebensunterhalt von 7 Personen mit diesem Salär bestreiten. Keine leichte Aufgabe würde ich<br />
mal sagen.Wie ich heute der Hindustan Times entnahm liegt die Inflation auf Lebensmittel bei<br />
knapp 17%. Was allerdings bei ihm wegfällt ist die Tatsache das er sich keine Wohnung oder Haus<br />
mieten muss. Denn das scheinen ihm seine Eltern zur Verfügung zu stellen. Wenn man bedenkt das<br />
der gesetzliche Mindestlohn in Indien 47 Rs pro Tag beträgt, dann gehört dieser Mann eher schon<br />
zu den besser Verdienenden Menschen der Gesellschaft. Seine Söhne werden immerhin zur Schule<br />
gehen und eine Ausbildung, auch in englischer Sprache, genießen können. Sein kleines<br />
Nebeneinkommen liegt wohl darin das er auf dem Weg zur Schlucht auf einen Stein deutet und uns<br />
für 100 Rs die Felsmalereien der Urbevölkerung zeigt. Wie er sagt sind diese Malereien so om 5000<br />
vor Chr. Entstanden. Zu sehen gibt es Jagdszenen, Kühe und andere Ereignisse aus dieser Zeit.<br />
Diese kleine Exkursion in die Vergangenheit ist schon sehr faszinierend. Und der Mann ließ es sich<br />
auch nicht nehmen seinen Job zu Ende zu bringen. So fuhren wir nach unserer Unterhaltung zu<br />
einem Hügel in der Nähe von Pachmarhi um<img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://www.mundomania.eu/rtw/wp-content/gallery/pachmarhi/pachmarhi-sunsetpoint.jpg" alt="pachmarhi-sunsetpoint" width="559" height="372" /><br />
dann den perfekten Sonnenuntergang bestaunen<br />
zu können. Zuerst dachte ich diese 300<br />
Höhenmeter schaff ich nie mehr, dem war dann<br />
aber ganz anders. Schwerfällig, schleppte ich<br />
mich auf den Felsen und war dann froh dieses<br />
Szenario zu sehen. Alles in allem gesehen ein<br />
sehr runder Tag. Und wieder haben wir die<br />
Erfahrung gemacht, das die Menschen hier sehr<br />
Zielstrebig auf ihre Aufgabe hinarbeiten, und ihr<br />
Gesicht verlieren könnten wenn wir unseren<br />
eigenen Weg machen wollen würden. Ich würde eigentlich noch gerne Erwähnen das wir am<br />
Anfang unserer Tour auf einer Stupa herumgekraxelt sind, die so um die 4000 Jahre alt sein musste.<br />
Es waren auch Höhlen mit einer perfekten Akustik in den Fels gemeiselt, die ganze Anlage war<br />
umgeben von einem sehr gepflegten Garten in dem es von bunten Schmetterlingen nur so<br />
wimmelte. Es ist immer irgendwie Zweifelhaft wie die Menschen hier mit ihren archeologischen<br />
Schätzen umgehen. So war eine der Höhlen leider mit alten Rohren und Flaschen angeräumt. Das<br />
fand ich nicht ganz so toll. Die Stupa selbst war eigentlich auch mehr ein Ziegelhaufen, auf dem<br />
gerade mal ein Hinweisschild angebracht war das es verboten sei, diese zu verunreinigen. Krasser<br />
fand ich allerdings die Ausgrabung in Sarnath, nähe Varanasi.<br />
Da gab es BauarbeiterInnen die anscheinend die Mauern der Klöster wieder aufgebaut haben. Die<br />
mit dem Tuk Tuk in 30 Minuten erreichbare Fundstelle, nächst Varanasi an der Gautama Siddartha<br />
seine erste öffentliche Predigt gehalten haben<br />
soll, glich ein wenig einem Jahrmarkt. Pilger<br />
aus allen buddhistischen Ländern Asiens<br />
kommen hierher um den Ableger des Bhodi<br />
Baumes zu sehen unter dem der Mann nach<br />
einwöchiger Meditation seine Erleuchtung<br />
gefunden haben soll. Das Original des Bhodi<br />
Baumes steht allerdings in Sri Lanka. Die<br />
Klöster wurden unter König Ashoka, der den<br />
Buddhismus zur Staatsreligion erhoben hat vor<br />
ca. 2500 Jahren errichtet. Hier ist es allerdings<br />
etwas schwer zu sagen was genau das Original<br />
ist und was neu errichtet wurde.<br />
Für 100 Rs kann man sich auf dem Gelände frei bewegen, was offensichtlich von den vielen<br />
Liebespärchen, die sich im Schatten der Bäume treffen gerne getan wird. Einige Pilger umrundeten<br />
die Stupa mit einem gleichmäßig klingenden Raunen. Hunde spielen auf der gepflegten Wiese und<br />
einige Frauen hielten uns aus dem Garten des benachbarten Jain Tempels, kleine leere Schüsseln<br />
durch den Zaun entgegen, mit der Aufforderung sie mit Rupies zu füllen. Wieder am Ausgang<br />
angelangt wurde die Mittagshitze unerträglich und so beschlossen wir wieder nach Varanasi City zu<br />
tuckern. Nicht aber ohne vorher den Jain Tempel zu besuchen. Ein netter junger Mann sass dort an<br />
der Pforte und fing an, uns in ein Gespräch zu verwickeln. Er zeigte uns Bilder mit nackten<br />
Menschen, die den Aufstieg zum Jain Guru geschafft haben. Was bedeutet sich jeder Technik und<br />
materiellen Dinge zu entsagen. Ein bisschen masochistisch scheinen sie auch zu sein, denn der weiß<br />
gekleidete an der Türe sprach davon das sich diese Menschen nicht rasieren sondern sich ihre<br />
Haare, egal an welcher Stelle des Körpers, durch zupfen entfernen. Eine Rasur kann in sechs<br />
Stunden beendet sein. Außerdem tragen die Herren keine Kleidung, egal ob Winter oder Sommer.<br />
Aber was mich am meisten stutzig machte war die Geschichte warum der Pfau das Heilige Tier<br />
dieser dem Hinduismus verwandten Religion ist. Die Erklärung folgte prompt. Da Pfauen sich<br />
durch ihre Tränen befruchten und somit keinen Sex haben. Diese Tatsache hat mich allerdings dann<br />
wieder sehr amüsiert. Jains haben nämlich auch keinen Sex. Und sollten sie doch einmal eine<br />
Erektion haben wird diese mit einem Bündel Pfauenfedern bekämpft. Wie genau, darauf wollte der<br />
Junge Mann aber nicht weiter eingehen. Mit diesen Pfauenfedern reinigen sie sich auch. Wasser<br />
wird dazu nicht verwendet. Wenn ein Jain Meister irgendwohin geht, wird er immer von einem<br />
Kollegen begleitet der den Boden vor ihm<br />
aufkehrt. Der Sinn dieser Aktion liegt<br />
einfach darin, das der Meister keine Tiere<br />
tottrampeln kann. Im Ernstfall wird ein<br />
Mundschutz angelegt, damit keine Insekten<br />
irrtümlich verschluckt werden können.<br />
Um diese Stufe des Daseins zu erreichen<br />
muss man offensichtlich schon einige Jahre<br />
seines Lebens investieren, darf keine Kinder<br />
haben, Frauen sowieso nicht und muss in<br />
schwerer Askese leben. Für diesen Beitrag<br />
zu unserer Unterhaltung spendete ich dann<br />
gerne etwas und verabschiedete mich aus<br />
dem reich verzierten Tempel. Leider war an diesem Ort das fotografieren im Innenbereich verboten<br />
und so kann ich euch nur den Jain Tempel in Bikaner zeigen. Angeblich der einzige in ganz Indien<br />
der mit Skulpturen ausgestattet ist. Obwohl die Malereien in hier im Tempal von Sarnath<br />
ausgesprochen fein waren und, wie meist, einige Geschichten rund um verschiedene Fabeln gezeigt<br />
haben. Da wird schon einmal gegen Tiger gekämpft oder anderes Blut vergossen. Einige dieser<br />
Malereien zeigen Pfaue, die Menschen durch die Lüfte tragen, andere wiederum Menschen aus<br />
denen das Blut spritzt. Im Vergleich zu den Bildern in katholischen Kirchen wirken diese<br />
Darstellungen eher lebendig und fröhlich. Im Gegensatz zu dem was wir in Europa an Tempeln<br />
haben sind diese hier alle sehr luftig und einladend gestaltet. Die schon angesprochenen Bilder und<br />
Bildgeschichten, lassen offenbar mehr Raum für die eigene Fantasie und für eigene<br />
Interpretationsmöglichkeiten.</p>
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