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Teil 7 – Island Lakispalten

Von Administrator, 23. Oktober 2012 20:55

Lakagígar

Die Lakikrater gehören zum Eldgjá Gebiet, einer 50 km langen Spaltenvulkanreihe. Die Entstehung dieser Kraterreihe datiert man auf 938 n.Chr.

Die verheerende Eruption der Lakispalten, auch das Laki-Feuer genannt, über Hundert Vulkane waren aktiv, ereignete sich in den Jahren 1783-1784 und löschte 1/5 der Population in Island (10.000 Menschen) aus, aber auch in Europa und Russland musste mit den Ascheauswirkungen kämpfen.

Zu dieser Zeit lebte der Pfarrer Jón Steingrimmson in Kirkjubærarklaustur. Er war ein Mann festen Glaubens, doch auch ein Naturwissenschaftler. Während der Eruption zeichnete er genauestens die Ereignisse auf. Dieses „Tagebuch“ enthält wichtige Beschreibungen von wissenschaftlichen Beobachtungen und seinen Erkenntnissen, einige davon waren bis dahin den Wissenschaftler noch nicht bekannt.

Er ist aber auch der Priester des Feuers. Als das Dorf Kirkjubærarklaustur durch einen Arm des Lavastromes schon dem Untergang geweiht war, hielt er noch eine letzte Messe ab, diese sollte später auch als Messe des Feuers bekannt werden. Während seiner Feuerpredigt stoppte die Lava vor dem Ort und erkaltete. Kirkjubærarklaustur war gerettet.

Die Aschewolke, die während des Ausbruchs der Lakikrater in die Luft geschleudert wurde, bedeckte ganz Europa, Russland bis nach China. In Island brachen Seuchen aus, das Vieh der Bauern starb und die Gifte in der Asche verseuchte den Boden, die zu einer Hungersnot führte. 1/5 der Isländer starben. Man sagt, dass die Französische Revolution mit der Eruption der Lakispalten zusammenhängt, da die Asche enormen Einfluss auf das Klima und die Landwirtschaft in Europa hatte.

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