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Ein bisschen was über Island, ehe wir uns dorthin bewegen

Von ritchy, 10. Juli 2012 16:04

Woran denken Menschen eigentlich wenn sie an Island denken? An Kälte? Wirtschaftskrise oder Vulkane?
Alles hätte seine Berechtigung. Björk ist sicher den meisten Menschen geläufig, Sigur Ros ist da wohl schon die grössere Unbekannte. Island, die Insel,  mitten im Nordatlantik gelegen, an der Bruchstelle der Eurasischen und der Nordamerikanischen Platte, hat ausser den oben genannten Eigenheiten noch einiges mehr zu bieten. Wir werden diese Insel, zumindest entlang der Ringstrasse mit vielleicht einigen Abstechern drei Wochen lang erkunden.

Wenn wir am 4. August in Keflavik landen hoffen wir natürlich erstmal auf perfektes Wetter. Leider ist dies auch in den kurzen Sommermonaten nicht immer sonderlich beständig und so wird es wohl etwas anstrengend von den derzeitigen Temperaturen, 15° herunterzurechnen, die dann aber wohl eher Tageshöchstwerte sein werden. Ein Campingbus wird unser neues Heim werden. Gebucht haben wir den fahrbaren Untersatz, es handelt sich dabei um einen Dodge, der hoch genug ist damit man drinnen stehen kann hier. Keinerlei Extras dazu, nur einen aus Erfahrung vermissten  Campingstuhl.  Sollte der aktuelle Benzinpreis noch seine Richtigkeit haben dann bin ich schon mal glücklich, denn wie jeder weiss ist eine Reise nach Island nicht gerade sehr günstig. Dafür bekommt man einiges an Naturschönheiten serviert, die wir natürlich mit unserer Leidenschaft dem Fotografieren verbinden wollen.

So kann sich sicher noch jeder an den Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull und Grimsvötn erinnern, die  ja bekanntlich halb Europa lahmlegten. Die Auswirkungen auf den Flugverkehr waren sogar noch in Hongkong zu spüren, als wir damals am Flughafen übernachten mussten weil einfach kein Zimmer in der Stadt mehr zu bekommen war. Eine schaurig schöne Geschichte. Eigentlich wünscht man sich sowas ja nicht, aber die Faszination eines Vulkans lässt uns seit einiger Zeit nicht mehr los, derwegen möchten wir auch so nahe heran wie es eben geht. Derzeit gibt es in der Katla Caldera immer wieder Schwarmbeben die einen Ausbruch, naja, vorhersagen ist nicht der richtige Begriff, zumindest andeuten könnten. Für interessierte kann ich die Seite vulkane.net empfehlen, die mich immer auf dem laufenden hält. Es gibt auch eine Seite der Isländischen Metereologen, die immer am aktuellen Stand ist und über Wetter, Erdbeben und andere Naturereignisse informiert.

Dieser kurze Abstecher über einen der Gründe unseres Reisens, könnte auch in einem anderen Zusammenhang gesehen werden. Die Sehnsucht nach der Natur und nach der Möglichkeit weitgehend unbewohntes Gebiet vorzufinden, damit einen Ausgleich für unsere Seele zu finden steht wohl im Vordergrund, warum wir eben Island als Ziel gewählt haben.

Die knapp 400 tausend Einwohner, die in erster Linie vom Fischfang und vom Tourismus leben, sollten ja wie man sich erzählt zu dieser Ruhe einiges beitragen. Ich habe ja nur den Vergleich von Neuseeland, stell mir das dort aber ähnlich vor. Zumindest habe ich einen sehr glaubhaften Roman gelesen der von Hlynur handelt, ein mit 35 noch bei seiner jetzt lesbisch gewordenen Mutter lebender  und ausser einer Kaugummisammlung und Pornos eigentlich ein “no future” Typ ist. Dem Roman von Hallgrimur Helgason zufolge hat er auch eine Stammkneipe in Reykjavik, die zu Suchen sicher lohnt. Wohl weiss ich auch das wir auf Grund unserer Reiseroute kaum dazu kommen werden dieses zu Suchen. So planen wir mit unserem Campervan Island auf der sogenannten Ringstrasse zu umrunden, da wir kein Allradfahrzeug haben werden um ins Hochland vordringen zu können. Sämtlich Informationen über die aktuell befahrbaren Strassen kann man auf dieser Seite finden. Ist nicht immer sicher das man einfach so weiterkommt. Auch im Sommer kann es dort schon mal schneien oder soviel Regen geben das an weiterfahrt sicher nicht zu denken ist.

Naked in Sicilia

Von ritchy, 21. Mai 2012 10:44

Sizilien, beschreibt sich nicht einfach so, Sizilien ist wohl für die meisten Menschen, Mafia, Palermo und klingt demnach sehr gefährlich. Die grossen Staus und der Trickbetrüger, wie er in unserem Reiseführer beschrieben war, blieben aus. Was bleibt ist der Geschmack am Gaumen, von hervorragenden Weinen und das dazu passende, bekömmliche Essen. E  Gelato!

Heute noch gesellt sich der Geruch von Schwefel dazu, denn ich will euch das nicht vorenthalten, Sizilien und die Liparischen Inseln können eine Menge geologische Besonderheiten aufweisen zu diesen auch die mehr oder weniger aktiven Vulkane zählen, wegen denen wir ja loszogen. Die ersten Reisevorbereitungen trafen wir ja schon vor April, da sollte es erst mal losgehen um den Etna zu bezwingen, nach Möglichkeit ihm ein paar Anblicke eines Paroxysmus zu entlocken und diesen im Idealfall auf unsere Speicherkarte zu bannen. Leider wurde daraus nichts, denn die Fluggesellschaft wo wir buchten hatte unter fadenscheinigen Gründen den Flug nach Catania abgesagt. Ostern im Arsch, naja nicht wirklich.

Neuer Anlauf, selbe Fluggesellschaft, diesmal ist sie wirklich geflogen. Wir hatten diesmal auch eine Woche Zeit was sich positiv auf die Reiseplanung auswirken würde. Denn wie wir alle wissen: Mit der Natur ist nicht zu spaszen,  nicht immer einfach einzuplanen, seien es Bergtouren oder Fahrten mit dem Tragflügelboot. Andererseits planten wir mit unserem Gepäck, dass aber den weiten Weg aus Wien nicht nach Catania fand, so standen wir sinnlos und starrten mit 3 anderen Mitreisenden auf die leeren Förderbänder.
Naked in Sicilia? OK, Sizilien ist nicht kalt, Sizilien hat immerhin gute 25° Grad im Mai, der Wind ist mal stärker mal schwächer, füllt die Lungen mit Meeresluft. Reicht auch ein T-Shirt? Klar tut es! Nach drei Tagen im Selbigen wird es aber ein wenig muffig. Auch wenn ich es im Alcantara gewaschen habe, durchgedrückt wie man so schön sagen könnte. Dies alles wurde aus unserer Etnabesteigung, weil jemand in Wien den Kleber vom Gepäck nicht richtig angeklebt hatte. Wegen dieses Vorfalls waren die Tage ein bisschen zäh geworden. Neuplanen war angesagt.  Auch dieses nervenaufreibende Herumtelefonieren wurde zur Qual.

in der früh im vor dem hotel terrenia

in der früh im vor dem hotel terrenia

Zum Glück hatten wir ja ein Mietauto und waren nicht vom öffentlichen Verkehr abhängig, der mit mangelden Italienischkenntnissen sicher nicht einfach zu meistern wäre. So fuhren wir eben nach Zafferana-Etnea, einem kleinen Provinzstädtchen, von dem aus man den Etna wenigstens sehen konnte, allerdings nur in eine graue Rauchschwade gehüllt, um dort Erkundigungen ein zu holen, ob Wetter und Aktivität eine Besteigung zulassen würden. Doch es war Sonntag, ein Begräbnis, und keine Info zu bekommen die wertvoll gewesen wäre. So machten wir einen lohnenden

ein einblick in die schlucht

ein einblick in die schlucht

Ausflug in die  “Gole dell  Alcantara”  wo sich der Alcantara Fluss durch das Basaltgestein des Etna frisst. Dem Fluss folgend ist das eine nette 3 Stündige Wanderung mit teils sehr spektakulären Aus und Einsichten. Eintritt muss man natürlich auch zahlen, der beträgt 8 Euro pro Person. Für ganz spannend hielt ich das Ausborgen von Fischerstiefeln um dann in die Schlucht hineinzuwaten. Leider hat der Mensch an der Kassa gemeint das dies derzeit nicht möglich sei, den Grund hab ich dann aber mangels Sprachkenntissen nicht ganz verstanden.
Einen schönen Blick auf den Etna hat man auch vom Castello de Calatabiano, das mit einer Seilbahn erklommen wird, nein es ist eher ein Lift, jedenfalls mit Restaurant oben, keine der angekündigten Multimediashows, dafür aber gleich zwei Ausstellungen die gar nicht so uninteressant waren, und etwas zu unserer Erheiterung beitrugen. Ansonsten sind es eben alte Steine auf einem Berg. Malerisch, wie alle Städtchen und Städte in Italien. Mir scheint ja das sich dieses Land seit meiner Kindheit nicht verändert hat. Der selbe Baustil wie in den 60er Jahren und auch die Autos wurden nicht grösser, wobei zweiteres ein Vorteil ist. So fuhren wir mit unserem Fiat wieder retur in unser Hotel, das witzigerweise einem deutschen gehört, aber ein sehr schönes Anwesen mit Zitronenhainen und Blick auf den Etna ist. Am nexten Tag dann ein Anruf gegen 8:00 Uhr, unser Gepäck sei auf dem Weg und um 2 herum im Hotel.

der christina ist dieses schild nicht entgangen - essen verboten in taormina

der christina ist dieses schild nicht entgangen - essen verboten in taormina

Die Freude war gross, so fuhren wir voller Hoffnung nach Taormina, einer fast schon klinisch sauberen Stadt auf einer malerischen Bergkuppe gelegen, wo wir unser Pizzastück illegal hinter einer verborgenen Ecke  essen musste. Die Pizza war aber ausgezeichnet, der Markt gab uns frische Tomaten und Paprika, so waren wir also wieder versorgt, denn schon gestern hatten wir uns mit Salami und Käse eingedeckt. Wir steuerten auf Kirchen zu um sie von innen anzuschaun, was aber irgendwie nicht ganz befriedigend war, die römischen Bauwerke waren auch nicht so toll und so begnügten wir uns mit dem Fotografieren des von Touristen ungenutzten Teils der Stadt. Irgendwann wird auch das ein wenig öd, also mit der Seilbahn wieder runter, den Blick kurz aufs Fussballstadion und das Meer gerichtet, ab ins Auto, es ist ja unser Gepäck im anrollen. Also waaaaaaaartend, im Zitronenhain, nix passiert, alle möglichen Telefonnummern probiert, kein Durchkommen, nix, dann muss man halt eine Nacht mehr buchen und am nexten Morgen nach Catania fahren. Bei einer Miniportion Kalamari und Wein sitzend, endete der Tag grausamen Wartens nicht wie geplant in  Milazzo sondern wieder im Hotel Terrenia in Trappitello. Den Etna sahen wir ganz romantisch von der Terrasse aus. Neues Spiel neues Glück, so fuhren wir gegen 7:00 nach Catania, wo wir den Flughafen ein wenig aufmischten, wussten wir doch unser Gepäck müsste hier irgendwo sein. Der Schalter ist aber erst ab 9:00 besetzt so mussten wir warten und die Dame dort meinte zu Christina, “was wir hier wollen”, unser Gepäck wird eh geliefert. Ob sich die Adresse geändert habe? Nein wir holen es jetzt ab! Gut, dann geht mal schaun wo es ist, meinte sie, wir also wieder raus, und ums Eck fanden wir den Lieferservice, ein junger Mann händigte uns um 9:00 unseren Rucksack, der mittlerweile ein Europatour hinter sich hatte ohne mit der Wimper zu zucken aus. Endlich!! Der Urlaub kann beginnen! Zumindest wird es uns von da an nicht mehr kalt und wir können endlich auch auf die Berge steigen. Wir also nach Milazzo, direkt, gut es sind nur 160 km auf der Autobahn, dann dort eine Parkgarage suchen und mit dem Tragflügelboot nach Lipari (16.-), der vermeintlich best erschlossensten Insel im Thyrrenischen Meer. Entspannung,  ja,  es wurde dann doch besser, denn die Stille des Ortes dort war Balsam. Dem Hotelkeiler gleich mal ein Zimmer mit Blick auf den Hafen abgenommen, den Tourverkäfer umgangen, den Ort schnell mal umrundet oder durchquert, relaxen bei einem Cocktail und pläne schmieden wie man am besten nach Stromboli kommt. Das Leben ist hart ohne gescheiden Reiseführer. Zu unserem Glück liessen die am Festland tobenden Unwetter nach, denn sie beeinflussen auch den Schiffsverkehr massiv, wie wir später merken sollten. So fuhren wir anstatt mit einer Tour natürlich auf eigene Faust nach Stromboli, einer Vulkanspitze, die 926 Meter aus dem Meer ragt und in mehr oder weniger regelmässigen Abständen auch Aktivität zeigt. Da die Boote 3 Tage nicht fahren konnten, war halb Lipari und seine Touristen auf diesem Schiff, das uns via Panarea, Vulcano, Salina nach Stromboli bringen sollte. Eine etwas unruhige Überfahrt dauerte ca. 2 Stunden und kostet wieder ca. 16 Euro Touristenpreis. Schon von weitem sahen wir eine riesige Wolke über der Insel. Ob das gut geht? Am Hafen dann traf Christina gleich mal eine ausgewanderte Österreicherin die dort sehr schöne Zimmer vermietet. Gut wir nehmen es,  da sich der Preis (25.-) billiger als erwartet anhörte. Und zu meiner Freude, war es wirklich sehr schön dort, mit Küche und schattiger Terrasse, einigen Infos über die Insel und wenn das Meer ruhig ist kann man im Bed & Breakfast  auch eine mehrstündige Inselrundfahrt per Boot buchen.

Vulkanwanderung für 28.- Euro, statt Vulkantour für 86.- Euro

Jetzt wissen wir das die Preise (28.-)  für eine Gipfelwanderung auf den Stromboli, bei allen Agenturen gleich sind, das, pro Guide nur 10 Leute mitgenommen werden und man auch selbst zu einem Aussichtspunkt gehen kann. Wir nahmen die Tour, die auf französisch geführt wurde und trafen uns gegen 17:00 vollbepackt mit Kamera Stativ und Essen, sowie Windjacken und trockener Kleidung zum Gipfelsturm.

während des aufstiegs auf den stromboli hat man auch diese aussicht

während des aufstiegs auf den stromboli hat man auch diese aussicht

Langsam, wirklich sehr langsam ging es dann mit 20 Personen, eher älteren Semesters, dem Krater entgegen. Blieb genug Zeit sich Reisegeschichten eines polnischen Mitreisenden anzuhören, Fotos von unterwegs zu machen und überhaupt wurde sehr oft gerastet. Nach cirka 3 Stunden erreichten wir dann doch noch den Gipfel, nur leider hatte der Wind zu unseren ungunsten gedreht und wir standen mitten in einer feuchten Dampfwolke des Stromboli, durchsetzt mit feinstem Sand. Das trübte natürlich die Aussicht und die Stimmung ein wenig. Nach gut einer Stunde und ich glaube 3 Eruptionen, die man durch den Nebel erahnen konnte, aber trotzdem viel Beifall bekamen, begann ein recht langer anstrengender Abstieg durch alte Asche.

der abstieg vom stromboli ist eine lange lichterkette

der abstieg vom stromboli ist eine lange lichterkette

Mühsamst, mit Taschenlampen bewaffnet, setzten sich ca. 15o Menschen Richtung Ort in Bewegung. Ja man ist nicht wirklich allein am Stromboli. Wärmer wurde es, je näher man der Küste kam. Ich kam mir vor wie in einem Bergwerk, nur die Lichter der Taschenlampen und das leise Grollen des Vulkans. Dazwischen schnaufende Menschen. Ich dachte mir: “Zum Glück muss ich jetzt nicht noch auf ein Boot nach Lipari steigen und 2 Stunden dorthin fahren.”  Wieder im Ort,  sahen wir noch bei einem Bier den glühenden Nachthimmel von Stromboli. Es war so gegen 1:00 Uhr morgens.

Etwas geschlaucht aber voller Tatendrang erkundeten wir in aller Frühe den schwarzen Sandstrand der Insel auf dem die Fischer ihre Netze flickten und leerten. Der Bankomat der Insel war leider kaputt und ein weiterer sperrt erst im Juni auf, so mussten wir ein bisschen aufs Geld schauen und konnten keine Souvenirs kaufen, wie geplant. Die Sonne stieg hoch und wir kehrten zur Siesta in unser kühles Appartement zurück. Gegen 5 brachen wir dann wieder auf, diesmal auf eigene Faust. Zwei Stunden sollte es dauern bis wir durch malerische Wege, gesäumt von Kapernsträuchen, Schilf und Ginster zu einer Anhöhe kamen die sich “Sciara del fuoco” nennt, hier rutschte der Berg anno  2002 ins Meer.  Dort schlugen wir unsere Zelte, Verzeihung, Stative wieder auf und warteten auf die Strombolianischen Eruptionen. Einige davon fanden noch vor Sonnenuntergang statt, andere dann endlich bei kontrastreicherem Licht. Es war gar nicht so einfach immer am richtigen Moment den Auslöser zu betätigen. Hier spielt wohl der Faktor Zeit die Hauptrolle um überhaupt Fotos machen zu können. Ein bisschen Glück braucht man auch.

stromboli mit lava

stromboli mit lava

Jeder Auswurf wurde mit einem grossen “Hallo” von den Anwesenden kommentiert und quasi gefeiert. Meiner Meinung nach sind wir dann ein wenig zu Früh wieder abgestiegen, aber ein wenig Schlaf braucht der Mensch dann doch. Denn Tags darauf wollten wir noch die Insel besuchen von der alle Vulkane ihren Namen haben. Und wir waren nicht sicher ob wirklich ein Boot fährt oder nicht. Vier andere Personen in der Villa Frank warteten seit 2 Tagen vergeblich darauf.

Wir hatten diesmal Glück und so bestiegen wir, zusammen mit anderen “Gestrandeten” das Boot nach Vulcano relativ pünktlich gegen 7:30. Eine zweistündige Fahrt brachte uns auf die Insel, mit dem Namen des römischen Feuergottes. Und schon beim ankommen hüllte uns ein zarter Schwefelgeruch ein. Vom Hafen aus sieht man die ersten Fumarolen dampfen, freut sich auf den Aufstieg zum Krater sowie auf das Bad danach. Neben einer Gruppe isländischer Schüler, die aussahen als ob sie einen Strandurlaub machen wollten, spazierten wir mit schweren Beinen, auf die 400 Meter Höhe.

fumarole auf der insel vulcano

fumarole auf der insel vulcano

Drei Euro Eintritt ist jetzt nicht so schlimm, dafür darf man sich am Krater frei bewegen und auch im Dampf spazieren gehen. Beeindruckend! Der letzte Ausbruch dort war um 1890, seitdem beschränkt sich die  Aktivität auf ein sogenanntes  Fumarolen Stadium, diese  haben eine Temperatur von 200° Grad und bilden dort wo sie austreten kleine Kunstwerke aus Schwefel und Salpeter. Der höchste Punkt, Monte Aria, (500 Meter) ist dann in einer guten Stunde erklommen. Wer noch nicht genug Schwefel hat,  kann dann in einem Schwefelbad im sogenannten Toten Feld baden, sich im Meer abkühlen oder doch eine lauwarme Dusche nehmen. (3.-) Ich tat beides, nur das Meerwasser war zu kalt. Auch gibt es eine Fumarole aus dem Meer die ich aber nur von der Ferne beobachtete, mir vorstellte das Wasser sei warm, denn wir zogen uns um, kauften Eis und bestiegen das “Aliscafo” nach Milazzo.

la rocca della rosa - Via Bongiardo - Zafferana 26 spitzenhotel mit spitzenessen

la rocca della rosa - Via Bongiardo - Zafferana 26 spitzenhotel mit spitzenessen

Eine gute Stunde später, sassen wir bereits im Auto Richtung Etna, dort war ausser einer dicken Wolke nichts aufregendes zu sehen, mieteten eine sehr feine Unterkunft in der nähe von Zafferana, belebten uns an landestypischer Küche mit selbstgemachten Eis und Wein, fielen sofort danach in den Schlaf und träumten wohl ein wenig von den malerischen kleinen Inselchen mit ihren Vulkanen und einer Wiederkehr ans Thyrennische Meer.

Und siehe da, unser Gepäck ist mit uns gleichzeitig in Wien angekommen.

Von Riobamba zum Chimborazo

Von Administrator, 2. September 2010 15:32

Der höchste Berg Ecuadors, Chimborazo, liegt zwar nur 36 km von der Provinzhauptstadt Riobamba entfernt, doch wie man dort hinkommt bzw. welches Budget man für diesen Ausflug aufwenden will, muss man sich schon überlegen.
So kann man entweder mit dem öffentlichen Bus für nicht mehr als 3 US$  zum Parkeingang fahren und von dort 8 km zum ersten Refugio gehen, eine andere Möglichkeit ist es ein Taxi für Hin- und Rückfahrt für 40 US$ zu mieten (das Taxi wartet dann oben 1h). Das einfachste, aber teuerste, ist es wohl sich einer Reisegruppe für 35 US$ pP anzuschließen, hier ist auch eine Biketour inbegriffen. Bei jeder dieser Varianten muss noch eine Parkgebühr in Höhe von 10 US$ bezahlt werden.

Da wir doch etwas unabhängiger sein wollten, mieteten wir uns ein Taxi für die Hinfahrt (25 US$), das uns zum ersten Refugio führte. Der ehemalige Vulkan war noch in der Wolkendecken eingehüllt, doch konnte man bereits die ersten Sonnenstrahlen über seinen Gipfel strahlen sehen.
Der Chimborazo sollte angeblich vom Erdmitte gemessen der höhste Berg der Erde sein, 2 m höher als der Mount Everest.
Vom ersten Refugio ging es noch 200 Hm zum 2. Refugio, das für die meisten Bergbezwinger die Ausgangsposition bietet. Hier befanden wir uns bereits auf 5000 m und wiedermal machten wir die Erfahrung, dass die Luft knapp werden kann, auch wenn wir dachten, dass die letzten Tage in der Höhe von Quilotoa uns für die Akklimatisierung geholfen hat.
So standen wir dann eine Weile unter dem Gipfel des 6,310 m inaktiven Vulkans. Dass sich das Wetter in den Bergen rasch ändern kann, merkten wir auch hier. Dicke Nebelschwaden über Sonnenstrahlen, die das Gletschereis des ehemaligen Vulkans zum Glitzern brachte, durften wir miterleben, nur die Sicht auf den Gipfel blieb uns verwehrt. Um unseren Höhenrekord von 5000 m zu brechen, gingen wir noch etwas bergauf, doch die herrschende Kälte und die schlechte Ausrüstung rief uns zur Umkehr.
Da wir kein Taxi mehr hatten, gingen wir die 8 km zum Parkeingang hinunter. Auch hier brachten die plötzlich aufkommenden Nebelschaden die Vulkanlandschaft in ein mystisches Bild. Doch wenn es wieder aufklarte, konnte man den hinter uns befindlichen Berg wieder in all seiner (oft Wolken-)Pracht sehen.
Als wir schließlich den Eingang erreichgten, hieß es, der Bus käme in 10 min. Doch wohl eher südamerikanische 10 min, denn wir warteten fast eine Stunde auf den nächsten Bus – es fährt nämlich nur einer pro Stunde. Also happy waiting :-)

Eine Runde um den Vulkan Quilotoa

Von ritchy, 25. August 2010 01:51

Morgen dann, werden wir den Punkt errreichen der uns am naehesten zur Sonne fuehren wird. Wir werden auf den Chimborazo wandern. Leider nicht ganz auf den Gipfel, sondern nur bis zum 2ten Refugio. Wir muessen wohl noch ein bisschen trainieren um die 6000 Meter zu bewaeltigen. Wir waren dafuer am Quilotoa, einem erloschenen Vulkan auf 3800 Meter Hoehe, in dem man, wenn es das Wetter zulaesst, paddeln gehen kann. Wir aber spazierten nur auf der Caldera herum und genossen die Aussicht, die trotz heftigen Windes einfach grandios war. Wir wohnten auch in dem kleinen Ort und assen jeden Abend ganz brav unser Pollo de Seco…. ein wenig fad wird das schon, aber dafuer haben wir uns heute in Riobamba mit einer riesigen Pizza bei unseren Maegen entschuldigt. Die Tage in Quilotoa waren wirklich schoen und wir ertragen die Hoehe mittlerweile ganz ohne Probleme. Gewohnt haben wir in einem Hostal, das auf den Namen Chosito hoert und 10 dollar pro Person inklusive desayuno und cena kostet. Der Chef bemueht sich wahrscheinlich immer noch die Wasserleitung zu reparieren und ich wuensche ihm alles Gute fuer dieses vorhaben.

Craters of the moon – Thermal walk

Von ritchy, 19. Juni 2010 12:09

Der nächste Punkt auf unserer Vulkantour sollten die Craters of the moon werden. Eine Menge Löcher aus denen Rauch aufsteigt. Eigentlich dem Eintritt von 6,. Dollar angemessen. Was dort zu sehn war seht ihr in unserer Galerie….

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