Costa Rica, reichhaltig an Natur, und wo die Bananen herkommen sieht man auch

Von ritchy, 25. Juni 2013 17:03

Eigentlich habe ich sehr lange gedacht Costa Rica sei eine Insel. Bis ich dann draufgekommen bin, dass sich Costa Rica und Puerto Rico zwar in der selben Gegend befinden aber Puerto Rico eine Insel ist und Costa Rica ein Land in Mittelamerika zwischen Nicaragua und Panama gelegen. Breit ist es auch nicht sonderlich, von Osten nach Westen nur 259 km, vielleicht eines der kleinsten Länder die ich je besucht habe. Wer jetzt aber denkt, man kann hier gemütlich in 2-3 Stunden von der Karibik auf die Pazifikküste fahren den muss ich leider enttäuschen. Aber es sei vorweggenommen, dass die Strassen besser sind als man vermutet. Wer gerne Bergstrassen fährt, kurvige Strecken liebt  ist in Costa Rica wirklich gut aufgehoben. Der Verkehr auf den meisten Strecken fliesst einfach, kaum schneller als 70 km/h, aufgehalten wird man durch riesige Trucks, vor allem auf der Panamericana. Eine stellenweise Verbreiterung scheint im Gange zu sein, aber dort wird um Finanzen gestritten, wie dem örtlichen TV zu entnehmen war. Wie die Geschichte mit Präsidentin Laura Chinchilla weitergeht, die ja Flüge von peruanischen Firmen als Geschenk angenommen hat weiss man nicht bis dato. Jedenfalls war der sonst in Südmamerika üblich laute Fernseher oft nicht das dominierende Bild in diversen Restaurants und Sodas.

Ein Soda, ja, ein Soda ist ein Familienbetrieb, den es allerorts gibt in dem typische Speisen angeboten werden, schmackhaft, reichlich und im Verhältnis sehr günstig. Reis mit Bohnen,  Kochbananen zu Mittag und zu Abend ein Stück Fleisch oder Fisch dazu, sowie Salat. Abgerundet wird das meist mit einer Batida, ein frisch gemixter Saft in den Geschmackssorten Piña, Sandia, Papaya, Maracuja Plátano oder bunt gemischt. Ein Bier sucht man auf den Karten meist vergeblich und wird als Zusatzleistung, wenn die Gastwirte es wollen, frisch aus dem Supermarkt geholt. Eiskalt! Meist 1000.- Colònes teuer. Auf die Frage der Restaurants will ich hier nur kurz eingehen, denn dort kostet ein Essen, welches auch als “tipico” bezeichnet wird meist so um die 6000.- Colónes, der gültigen Währung, neben dem Dollar. Ein kleines Bier kann dann schon mal mit 1500.- zu buche schlagen. Keine Frage, die Hausmannskost ist jedenfalls vorzuziehen, der Unterhaltungswert ist allerdings in einem Restaurant vielleicht grösser, denn im Soda sitzt man oft allein, kaum Menschen die gesprächig sind, was mich allerdings dann mehr verwundert dass auch das Sprechen der Amtssprache, Spanisch nicht viel dazu beiträgt, denn sehr oft bekommt man seine Antwort auf Englisch zurück, dann wieder in Spanisch und wieder auf Englisch, sehr witzig fand ich das und irgendwann gewinnt eben eine Sprache. Meist war es dann doch wieder das englische Vokabular auf das man in Unterhaltungen, so es sie gab, zurückgriff. Denn die Ticos sind ein sehr zurückhaltendes Volk, immer freundlich “con mucho gusto”, sonst aber nicht sehr gesprächig.
Nun, es war nicht so das man keine Möglichkeit hatte sich in Costa Rica zu amüsieren. In der Hauptstadt San Jose gibt es auf alle Fälle einige Diskotheken und Bars, dort aber hielten wir uns erst gar nicht auf, denn gleich nach unserem 17 stündigen Flug wurden wir am Flughafen abgeholt und ein Europcar Mitarbeiter brachte uns zu unserem Gefährt, das wir bis 10 Tage vor Ende der Reise fahren durften. Ein Allrad sollte es schon sein wurde uns von allen Seiten erklärt, gebraucht habe ich ihn eigentlich nur einmal, aber an Komfort war er nicht zu toppen. So kamen wir gleich mal zum ersten Höhepunkt, dem Vulkan Canton Poás, wir hatten freie Sicht was dort nicht immer der Fall ist. Ausser man schafft es gegen 9:00 dort zu sein. Das angebotene Navi lehnten wir ab, denn wir hatten ja eh eine Landkarte und im Nachhinein gesehen war das auch richtig so. Man findet eigentlich alles auf Anhieb.

poás in action - eine leichte dampfwolke steigt auf

poás in action - eine leichte dampfwolke steigt auf

Auch den Parque Nacional Canton Poás, nach anfänglichen Navigationsschwierigkeiten, denn immer wieder gibt es neue Verkehrsregeln, vor allem das mit der Vorfahrt ist anfangs nicht leicht zu klären, ging es hinauf auf den Vulkan, direkt quasi, auf einen Parkplatz, weitere 300 Meter und man steht auf einer Aussichtsplattform um in den leicht dampfenden Krater zu blicken. Einen kleinen Rundgang konnte man auch noch machen, sowie ein Museum besichtigen. Der Eintritt beträgt 10.- Dollar. Dies wird uns auf der Reise immer wieder unterkommen, denn alle staatlichen Nationalparks in Costa Rica verlangen diese Summe für den Eintritt. Gut gemacht, haben wir uns gedacht und verabschiedeten uns mit den aufziehenden Wolken, es ist ja schliesslich der Beginn der Regenzeit. Wie immer wollten wir Vulkane sehen, am besten Besteigen und in ihre Abgründe blicken, leider waren die meisten dann unerreichbar für uns. Wir begnügten uns mit Wanderungen durch den Regenwald, lernten eine Menge über die Tier und Pflanzenwelt, aber unser Wissen und die Fotosammlung an Vulkanen konnten wir nur sehr schwer erweitern. Nicht zuletzt auch wegen des kaum zu vorausberechenbaren Wetters. Ein gemütlicher Ausflug beginnt in einer Therme, sehr fein, wenn diese dann noch  in einem Regenwald entspringt, von der Geräuschkulisse der Zikaden begleitet,  das Wasser gemessene 41° Grad hat und in verschiedenen Becken erkaltet, ein kalter Drink direkt an den Pool serviert wird, dann kann man schon mal entspannt weiterplanen. In der Nähe von Aguas Zarcas befindet sich das Hotel Termales del bosque das uns den gemütlichen Anfang und  auch das Ende der Reise erleichtert hat.

termales del bosque

termales del bosque

Hier befinden wir uns aber erst am Anfang dieser Strecke, die Route nach Nordwesten wird es werden, nicht zuletzt wegen der geringeren Niederschlagsmengen, sondern auch wegen der Vulkane, Miravalle, Arenal, Tenorio, Rincon de la Vieja, auf letzteren hinauf zu steigen war ein erkärtes Ziel, aber leider waren die Dämpfe so toxisch das wir das nicht machen konnten. Dafür gibt es aber eine Menge heisser Quellen und Fumarolen im Sekundärwald zu bestaunen. Einen Rundweg der gute 5 Stunden in Anspruch nimmt und wo man durchaus auch was zu sehen bekommt. Den Arenal durften wir auch von unten bestaunen, denn er war zwei mal als wir dort waren wolkenfrei, was hier auch nicht oft vorkommt, so sahen wir den Arenal rauchend bei Sonnenuntergang, in La Fortuna in einer der Bars sitzend, wunderbar. La Fortuna ist ein auf Touristen zugeschneidertes Einkaufsparadies, alle Touren gehen von hier weg, alle Hotels kann man hier buchen, es ist aber auch gleich mal 50% teurer als anderswo. Dafür gibt es einige Thermalbadeanstalten die kitschiger nicht sein könnten. Man kommt sich vor wie in einer Kulisse für einen Hollywoodfilm. Einige Filmsequenzen wurden hier auch schon gedreht.  Wir stiegen allerdings im auch nicht so schlechten Hotel Sueno dorado ab, wo dann gleich der Apparat zum Zahlen mit Visa ausfiel, anstatt das der Mann gleich sagt das wir in Cash zahlen sollten weil wir eh einen guten Preis ausgehandelt hatten. In dieser Nebensaison ist Bargeld sehr gefragt und man bekommt anständig Rabatt wenn man ohne Karte zahlen will. Von dort aus erkundeten wir die Gegend planschten ein wenig im hoteleigenen Pool, dachten darüber nach ob wir die Hängebrückentour machen wollen, kamen aber bei genauerer Betrachtung drauf das uns das zu teuer war. Dort konnte man leider nicht handeln. Ich werde später noch einmal darauf zu sprechen kommen. Man könnte sagen der Weg ist das Ziel.

Unsere erste Begegnung mit der reichhaltigen Tierwelt Costa Ricas war ja ein Aufzuchtprogramm bei La Marina, dort werden gefundene kranke Tiere gepflegt und in einem Zoo ausgestellt, der aber verhälnismässig sauber und gepflegt aussieht, in dem auch einige Voluntarios arbeiten dürfen. So konnte man dort reichlich fotografieren und die ersten Eindrücke auf diversen Schautafeln auskosten, so nah wird man eher selten an die Tiere herankommen. Eine andere Geschichte sind dann schon Mariposarios, in denen man Schmetterlinge beobachten kann und unter schwersten Bedingungen diese auch fotografieren. Denn es war die Hitze, die fürchterlich drückt in diesen Verschlägen, allerdings waren es wunderbare Momente diesen Faltern zuzusehen und einiges über ihr Leben in Erfahrung zu bringen. Den Anfang machten wir wiederum in der Nähe von Arenal, dort besuchten wir auch unseren ersten Regenwald, wo man bis zu den Hängen des Arenal vorstossen konnte um am Ende des Weges auch auf einem kleinen Lavafeld herum zu spazieren. Generell muss ich sagen das diese Parks vor Informationen nicht strotzen, allerdings sind die Wege immer sehr gut beschrieben und es ist fast unmöglich sich hier zu verlaufen. Dort verbrachten wir einige Stunden mit dem Suchen von diversen Tieren, leider aber brach der Nachmittagsregen voll über uns und wir wurden nass bis auf die Knochen, macht nix, 2o Minuten später ist man wieder trocken, der Geruch allerdings bleibt.

am lavafeld des arenal - you see weather is changing

am lavafeld des arenal - you see weather is changing

Am Arenalsee selber kann man ein bissi Booterlfahren aber das hat auch nicht sehr spektakulär ausgesehen. So fuhren wir weiter Richtung Miravalle wo es eigentlich nichts besonderes zu sehen gab, ausser ein schönes Hotel mit heissen Quellen,  der im Reiseführer beschriebene eigentliche hotspot dort ist ein privates Schlammbad, mit einigen Fumarolen,  das dermassen ungepflegt ist, dass es nicht die Mühe wert ist dort hinzufahren. Auch hier war der Eintritt bei sagenhaften 25.- Dollarn. Wir handelten und bekamen für 10.- $ den Zuschlag.  Auch den leicht aktiven Vulkan Miravalle konnte man nicht besteigen. Dafür vom Hotel aus beobachten und er war wunderschön anzusehen, in der auf und untergehenden Sonne.

Auf dem Weg  zur kontinentalen Wetterscheide

So folgten wir der Strasse nach Norden weiter in Richtung Rincon de la Vieja, vorbei an unzählingen “se vende” Schildern nach Santa Elena, dem Herzen des Monteverde Nebelwaldes. Dort angekommen hatte es plötzlich nur mehr 20° gefühlte 10° Grad, und wir mussten erstmalig etwas Langärmeliges anziehen. Nach einer kurzen Suche fanden wir auch gleich ein passendes Hotel und machten einen Rundgang durch das Städtchen, assen Ceviche, und tranken ein Bier in einem Backpacker Hotel, wollten einige Infos suchen aber die zu finden stellt sich in Costa Rica als schwieriger heraus als sonstwo auf der Welt, denn es gibt keine Touristeninfo, maximal Tour operator, die dann aber auch nur was verkaufen wollen. Das absolute Novum für mich war, das einfach alles so um 20:00 herum zu schliessen beginnt und wir unsere Nachspeise nur mehr auf der Strasse einnehmen konnten. Dafür steht man eben um 4 in der Früh auf, da es schon zu dämmern beginnt und man von einem  Konzert aus hunderten Vögeln aus dem Schlaf gerissen wird. So wurde aus dieser Nachspeise nur mehr ein Schluck aus der Rumflasche die wir immer dabei haben um die Viren zu töten.
Der Monteverde Nebelwald ist dann schon ein Erlebnis für sich, geht man erst durch wirklich schwülen Sekundärwald, so nennt sich der Wald wenn er von Menschen ausgeschlägert wurde und man erkennt ihn an den bodennahen dichten Pflanzenwuchs weil hier mehr Licht durch die Baumkronen fällt, durch einen sehr vielfältigen Primärwald, der Teil des Regenwaldes welcher noch nicht bearbeitet wurde um plötzlich von aufsteigendem Nebel überrascht zu sein, der auch gleich wieder tröpfchenweise auf die Erde fällt. An dieser kontinentalen Wetterscheide, wird der Wald an einer Seite vom Wind so stark beeinflusst das nur kleine feste Büsche zu sehen sind und auf der anderen Seite riesige Bäume in den Himmel ragen. Ein wahrhaft grossartiges Schauspiel wenn die Sonne Regenbögen malt und auf ca. 1500 Metern Höhe nichts mehr zu sehen ist ausser eine dichte Wolke. Es kommt ein bisschen eine romantisch gruselige Stimmung in mir hoch, und die Gänsehaut steigt auf und das nicht nur wegen der Temperatur. Auf die vielen Vögel zu achten, die man immer hört, gleich auch mal unwissenderweise einen Quetzal gesehen, ist nicht immer einfach, hier sollte man sich dann doch einen Führer nehmen um sie auch wirklich zu erblicken. Auch ein 400 mm Objektiv ist hier meist zu wenig. Es knackt und quakt an allen Ecken, der Sound der Natur ist doch eines der schönsten Dinge, die Langsamkeit holt einem hier ein, man verweilt solange bis die Zeit knapp wird um wieder in die “Zivilisation” zu gelangen denn die Parks sperren im allgemeinen um 16:00 Uhr.

die kontinentale wetterscheide - der monteverde nebelwald

die kontinentale wetterscheide - der monteverde nebelwald

Dieser beeindruckende Teil der Reise wird mich noch länger beschäftigen, wenn ich so zurückdenke und die Gründe dafür gebe ich gerne wieder. Viel zu schnell dachten wir,  es muss was weitergehen, es stehen noch einige Dinge auf der Liste, schade dachte ich mir, als ich im Rückspiegel den Nebel über den Berg kriechen sah und es auf meiner staubigen Strasse um die 40° Grad hatte, dabei waren wir noch nicht einmal 10 Kilometer von Santa Elena entfernt, da klaubten wir schon wohlschmeckende Mangos vom Boden und veklebten damit unsere Münder und unsere Hände. Sehr gerne nahmen wir das in kauf. Und der  Stress hat uns wieder eingefangen, auf der Interamericana ging nichts weiter, LKW an LKW, man kann sagen es staut sich ein wenig, durch trockenes Land fuhren wir Richtung Pazifikküste, durch Liberia, einer nichtssagenden Stadt, deren Zentrum wir nicht sahen, mit amerikanischen Burgerläden an der grossen Cruze, dahinsiechenden Häusern, vorbei an dem neuen internationalen Flughafen, gebaut von einer Gruppe Grossinvestoren, vorwiegend aus Mexiko,  die an der nahe gelegenen Küste einen riesigen Hotelkomplex für richtig Reiche Menschen hinbasteln werden. Sogar ein Dorf für die angeblich 30.000 Angestellten ist in die Planung integriert. Wenig später werden wir die erste Baustelle auch schon vom Strand aus sehen können. Unser erster Auftritt am Pazifik beginnt in Playa de Coco, ein vorwiegend von Ticos besuchter Strandabschnitt, auch nett dachten wir uns, hier kann man eventuell Souvenirs kaufen, was sich aber 2 Tag später als purer Unfug herausstellte, denn das meiste war recht unbrauchbares Zeug. Aber 2 Handtücher in kitschigen Farben, mit Fröschen und Scmetterlingen,  mussten mit ins Gepäck. Ab zum nächsten beach und so endete unsere Fahrt im nahe gelegenen Playa Hermosa, der gefiel uns und wir quartierten uns für 17000 Colónes pro Nacht in ein schönes Appartement an der Ecke zum Strand. Wieso nicht mit Blick aufs Meer? Weil das so rund 100.- Dollar kosten würde! Nein, ein freundlicher junger Mann war der Besitzer, der gerade für irgendeine costaricanische Ferienwoche renovierte. Kein Aufschreiben kein gar nichts, er hat nur einmal verdutzt geschaut als wir mit dem Auto aus dem Innenhof fuhren. Aber wir kamen wieder und würden wieder kommen, denn das Haus ist ein Tipp.

playa ocotal - in der mittagssonne

playa ocotal - in der mittagssonne

Am Strand selber lernten wir erstmal alle möglichen Leute kennen, den Parkwächter mit seinem Holzknüppel, den Bootskapitän der zuerst 100.- Dollar, dann 35.- für die selbe Tour verlangte, den Mann für alle anderen Wassersportarten, aber eigentlich hatten wir einen leichten Sonnenbrand und somit war klar das wir uns auf Sonnenuntergänge und lange Strandspaziergänge konzentrieren werden. Und es gab Affen zu sehen, abgesehen von den Leguanen einfach freilebende Affen, das war natürlich viel spannender als fischen gehn oder schnorcheln. Wir machten uns Caipirinhas selber, sassen auf der kühlen Terrasse, gingen schwimmen, und wiederholten all diese Dinge ein paarmal, bis wir draufkamen das es auch andere Strände zu bestaunen gibt. So machten wir uns auf den Weg und kamen nach Playa Ocotal, leider aber in der ärgsten Mittagshitze, trafen dort eine Gruppe SchülerInnen die uns ihre Quallensammlung vorführte, spazierten ein wenig über den felsigen Abschnitt,  nahmen das Auto wieder in Betrieb und fuhren Richtung Süden, tankten in Santa Cruz, nahmen Geld aus dem Automaten und planten bis zum Playa Junquillal zu fahren.

Playa Junqillal –

Eine Wohltat als wir dort ankamen, der Strand war menschenleer, und die Wellen kamen laut und gut 3 Meter hoch an den Strand. Dort checkten wir in ein Hotel das auf den Namen Tatanka hört und fühlten zum erstenmal Gastfreundschaft, auf spanisch, mit der Eigentümerin. Wir plauderten eine Weile, und liessen uns dann einfach den Strand entlang schweben, neues Entdecken, am Kiosk kaltes Bier kaufen um zum Sonnenuntergang, davon zu schlürfen. Entspannte Tage sind angesagt, faul am Kiosk sitzen, das tägliche Gewitter abwartend, Kolibris zusehen wie sie Nektar schlürfen, den Einsiedlerkrebsen beim Schütteln ihrer Artgenossen zusehend und dabei immer die selbe Frage auf den Lippen: “Warum tun die das?” Auch Menschen die schon lange am Strand leben, wissen es nicht. Dabei stehen die Einsiedlerkrebse quasi in einer Schlange, allerdings von gross nach klein geordnet und schütteln einen auf den Rücken liegenden Einsiedlerkrebs. Manchmal scheint es so als ob sie ihn herausfischen wollen, was aber nicht gelingt, dann wird weiter geschüttelt. Spektakulär anzusehen ist es jedenfalls. Meist aber zerstreuen sich die Tiere wenn man zu nahe kommt in alle Richtungen was als timelapse dann sehr cool aussieht. Einen Hauch von Mangroven kann man hier auch schon bewundern und der Hotelbesitzer erzählte wie er einmal ein Krokodil für einen Ast hielt.

playa junquillal vor einem gewitter

playa junquillal vor einem gewitter

Über der  Halbinsel Nicoya gingen täglich Gewitter nieder und es regnete so stark das das Wasser innerhalb von Minuten über die Knöchel anstieg, dafür sah ich dann Frösche im Pool schwimmen, und die Mosquitos hatten eine wahre Freude mit uns. Unser Magen freute sich über Pizza, die wirklich vom Holzgrill kam und den scharfen, nein,  schon viel zu scharfen Mixed Pickels. Dieses Rezept muss ich unbedingt ausprobieren. Eigentlich war hier Halbzeit und man merkte es uns an das es wieder jeden Tag weiter Richtung Europa gehen würde. Irgendwie bekam ich Stimmungsschwankungen. Hatte ich zu wenig erlebt? Oder doch noch nicht alles gesehen? Die weitere Planung  gestaltete sich schwierig. Allerdings war es eine richtungsweisende Entscheidung nicht zur Karibikseite zu fahren, wie es sich einige Tage später herausstellte. Leider muss ich sagen das wir nicht nach Talamanca gefahren sind, denn dort sollte das Land am urigsten sein und ein grosses Erdbeben war auch nicht weit entfernt. Von diesen Dingen werd ich allerdings im zweiten Teil berichten.

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